Vorwort

Der erste Kampffisch wurde 1846 unter dem Namen " Panchax pictum " im umfassenden fischkundlichen Werk der Franzosen " Cuvier & Valenciennes "erwähnt.

Vier Jahre später, 1850, beschrieb dann der Niederländer " Pieter Bleeker " einen Kampffisch von der Insel Java, den er" Betta trifasiata "nannte.

Dem Gattungsnamen entlehnte er der javanesischen Bezeichnung für diesen Fisch " Wader bettah " und damit wurde der Name " Betta " als wissenschaftliche Bezeichnung für diese Gattung geschaffen. Es stellte sich aber später heraus, dass es sich bei diesen beiden Fischen von "Cuvier & Valenciennes "sowie von "Bleeker "um die gleiche Art handelt und deshalb lautet der heutige gültige Name für die erste beschriebene Kampffischart " Betta picta "

Der javanesische oder gemalte Kampffisch gehört zu den maulbrütenden Arten, im Gegensatz zum bekannten Siamesischen Kampffisch " Betta splendens " , der ein Schaumnest für seine Nachkommen einrichtet.

Die Kampffische sind im südöstlichen Teil Asiens verbreitet und kommt von Myanmar und Laos über Kambodscha und Südvietnam, Thailand und Malaysia bis zu den großen indonesischen Inseln Sumatra, Java und Kalimanten vor.

Erst 1910 wurde dann unser " Siamesischer Kampffisch " vom Briten Charles T. Regan beschrieben. Zuvor war er allerdings für Europa importiert worden und wurde irrtümlich als "Betta ruba " bezeichnet. Dieser Name allerdings war aber bereits für eine andere Kampffischart vergeben.

Für die Schaumnest brütenden Kampffische ist es typisch, dass sie in der Natur in ihrer Heimat Tailand in stehenden oder langsam fließenden Gewässern zu finden sind!

Die Männchen gründen Reviere und verteidigen sich intensiv gegen Artgenossen die in die jeweiligen Reviere eindringen und deshalb sind sie vor allem zur Fortpflanzung sehr aggressiv, da zu dieser Zeit ihre Körperfärbung meist intensiver und am auffälligsten ist!

Der Siamesische Kampffisch ist ein typischer Fisch des tropischen Süßwassers.

In Thailand, dem Herkunftsland dieser Kampffische, zeigen die Fische in der Natur Artgenossen gegenüber eine sehr hohe Aggressivität, denn dieses agressive Verhalten wurde von den Züchtern speziell herausselektiert um diese

Fische für Kampfspiele, wo auf diese Fische gewettet wurde, einzusetzen!

Trotzdem ist der " Siamesische Kampffisch " ein hervorragender Fisch für das Gesellschaftsaquaruim, in dem sich aber keine weiteren männlichen Artgenossen aufhalten dürfen.

Der " Siamesische Schleierkampffisch" gehört zu den sogenannten " Labyrinthfischen" , die zur Atmung Luft benötigen, denn das Labyrinth funktioniert ähnlich wie eine Lunge und befindet sich im Kopf der Fische, nahe den bei ihren zuzrückgebliebenen Kiemen.

Die zusätzliche Labyrinthatmung erlaubt es den Fischen in sauerstoffarmen Gewässern, wie schlammigen Tümpeln oder überschwemmten Reisfeldern zu überleben!